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साक्षित्वमस्य पुरुषस्य
herr eich

Wenn man seine Gedanken beobachten kann —
wer ist dann der Beobachter?

Darum geht es in der vedischen Philosophie.

Ich mache ihre Impulse zugänglich.


Über
Porträt von Herr Eich

»So nah an der Tradition wie nötig —
so zugänglich wie möglich.«

herr eich

Seit ich 14 bin, fasziniert mich die indische Kultur. Durch indische Filme (Bollywood), Kīrtan und Haṭha Yoga hat sie mich mein ganzes Leben begleitet. Während meines Psychologiestudiums stieß ich schließlich auf die vedische Philosophie. So kam ich zu dem, was ich heute tue. Mein Anliegen ist es, die vedische Philosophie zugänglich zu machen — nicht als Akademiker, sondern als jemand, der komplexe Gedanken so weit aufschlüsselt, dass man sie als Laie greifen kann.

Mein besonderes Interesse gilt den Parallelen zwischen den vedischen Schriften und den Berichten von Nahtoderfahrungen — ein Thema, das mich fasziniert, seit ich zum ersten Mal davon hörte.

In meiner Arbeit konzentriere ich mich auf die Traditionen Sāṃkhya und Yoga, verankert in der Bhagavad Gītā. Was mich besonders fasziniert, ist ihre bemerkenswerte Unterscheidung zwischen dem Beobachter und dem Beobachteten — zwischen puruṣa und prakṛti. Sāṃkhya erkennt Bewusstsein nicht als materiell an, sondern als grundlegend verschieden von Gedanken, Gefühlen und Körper. Diesen dualistischen Ansatz empfinde ich als hilfreichen Rahmen, um zu beschreiben, was Menschen in Nahtoderfahrungen berühren: das Gefühl, mehr zu sein als die Identität, für die wir uns gehalten haben.

साक्षित्वमस्य पुरुषस्य

»Das Selbst ist von Natur aus Zeuge — es beobachtet, ohne selbst beteiligt oder verändert zu sein.«

Sāṃkhya Kārikā · Vers 19

Aus dieser Arbeit ist »zurūck« entstanden — eine Orientierungsplattform für Menschen, die von einer Nahtoderfahrung zurückgekehrt sind. Sie stellt ihre Erfahrungen neben die Aussagen der vedischen Philosophie.

zuruck.org →

Dr. Alok Kanojias Vorlesungen über vedische Psychologie waren der erste Zugang zur vedischen Tradition, den ich gefunden habe. Was danach folgte, war ein intensives Studium: Vedische Psychologie am Jiva Institute. Edwin Bryants Übersetzung der Yoga Sūtras — alle 598 Seiten. Eine Studiengruppe, die ich leite, um die Schrift Woche für Woche durchzuarbeiten, Sūtra für Sūtra. Sanskrit am Oxford Centre for Hindu Studies. Und schließlich ein vertieftes Studium der Sāṃkhya Kārikā.

  • Sāṃkhya Kārikā | Vorlesungsreihe von Prof. Edwin Bryant (Juli – September 2026)
  • Sanskrit | Oxford Centre for Hindu Studies (seit April 2026)
  • Leitung wöchentliche Yoga-Sūtras-Studiengruppe (laufend, seit Oktober 2025)
  • Exploring the Yoga Sūtras | Oxford Centre for Hindu Studies (Januar 2026)
  • Yoga Sūtras | Vorlesungsreihe von Prof. Edwin Bryant (Juni – Oktober 2025)
  • Vedic Philosophy | Embodied Philosophy, Prof. Edwin Bryant (Juni 2025)
  • Vedic Psychology | Jiva Institute of Vedic Studies, Dr. Joshi (April – August 2025)
  • B.Sc. Psychologie | FernUniversität in Hagen (2015)

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Lesen

Diese Quellen haben mein Studium geprägt — für alle, die weitergehen möchten. Deutschsprachige Empfehlungen folgen. Eine Auswahl englischsprachiger Quellen findest du auf der englischen Seite →

Sāṃkhya Kārikā

Yoga Sūtras

Bhagavad Gītā


साक्षित्वमस्य पुरुषस्य
Einführung

Wer bist du?

Die meisten antworten mit dem, was sich ständig ändert: Rollen, Beruf, Familienstand. Aber was bleibt gleich? Mit fünf warst du schon du. Mit dreißig bist du immer noch du… und mit achtzig auch. Die vedische Philosophie geht seit Jahrtausenden dieser Frage nach: Wer bist »du«, wenn sich alles andere verändert? Wer ist dieser Beobachter, der deine Gedanken, deine Gefühle und deine Identität beobachten kann? Oder wer bist »du«, wenn du eine außerkörperliche Erfahrung gemacht hast?

Es gibt viele Strömungen in der vedischen Philosophie, die versuchen, diese Frage zu beantworten. In diesem Vortrag fokussieren wir uns auf eine dualistische Tradition — Sāṃkhya/Yoga — und schauen uns an, was sie darüber zu sagen hat, wer wir sind, und warum wir uns trotzdem mit dem identifizieren, was sich ständig ändert.

Dieser Vortrag ist in Vorbereitung. Wenn du erfahren möchtest, wann und wo er stattfindet — bleib auf dem Laufenden.

Grundlagen →


साक्षित्वमस्य पुरुषस्य
Grundlagen

Zwei Vorträge. Erst die Struktur der Wirklichkeit nach der Sāṃkhya Kārikā — dann die Mechanismen, die sie verdecken, nach den Yoga Sūtras.

Wer wir sind — und was nicht

Grundlagen I · Sāṃkhya Kārikā

Die Sāṃkhya Kārikā ist ein Text der dualistischen Sāṃkhya-Schule. Ihr Anliegen ist — wie das der buddhistischen Tradition — das menschliche Leiden dauerhaft zu beenden, indem wir erkennen, wer wir wirklich sind: nicht unsere Gedanken, Gefühle oder unser Körper. Sāṃkhya nähert sich der Frage »wer wir sind« über eine grundlegende Unterscheidung: zwischen dem Beobachter und dem Beobachteten.

Sāṃkhya arbeitet mit zwei Prinzipien: puruṣa — reines Bewusstsein, der Beobachter — und prakṛti — alles, was beobachtet werden kann, einschließlich Gedanken, Gefühle und Körper. Es bildet die theoretische Grundlage für die Praxis, auf der die Yoga-Schule aufbaut.

Wer wir zu sein glauben

Grundlagen II · Yoga Sūtras

Sāṃkhya beschreibt, was wir nicht sind — eine vollständige Erklärung des Beobachtbaren, prakṛti. Nichts davon ist »du«. Selbst wenn wir die Unterscheidung zwischen dem Beobachter (puruṣa) und dem Beobachteten (prakṛti) theoretisch verstehen — warum identifizieren wir uns trotzdem weiter mit dem, was wir beobachten?

In den Yoga Sūtras nennt Patañjali den Grund: avidyā — Unwissenheit. Es ist die hartnäckige Gewohnheit, sich für das zu halten, was man beobachtet: für die eigene Identität, das Ego. In Grundlagen II schauen wir uns die Muster (kleśas) an, die sie am Laufen halten.

Sobald wir diese psychologischen Muster verstehen, wird klarer, was Yoga eigentlich sein soll: ein System, um unsere Unwissenheit (avidyā) aufzulösen, damit wir wiederentdecken, wer wir wirklich sind. Ein System, das wenig mit dem zu tun hat, was wir heute unter Yoga-Praxis verstehen. Der folgende Vortrag stellt die verschiedenen Yoga-Wege zurück zu wer wir sind vor, so wie die Bhagavad Gītā sie beschreibt.

Diese Vorträge sind in Vorbereitung. Wenn du erfahren möchtest, wann und wo sie stattfinden — bleib auf dem Laufenden.

Die Wege →


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Die Wege

Die Bhagavad Gītā beschreibt nicht einen Weg zurück zu wer wir sind, sondern vier: die Wege der Erkenntnis (Jñāna Yoga), der Meditation (Dhyāna Yoga), des Handelns (Karma Yoga) und der Hingabe (Bhakti Yoga).

Jñāna Yoga — Erkenntnis

Jñāna Yoga ist der Weg der Erkenntnis — zu erkennen, dass es zwischen dem, wer wir sind, und dem, wofür wir uns halten, einen Unterschied gibt. Die Bhagavad Gītā behandelt jñāna als eine wesentliche Grundlage, auf der alle anderen Yoga-Wege beruhen (BG IV.33: »Jede Handlung findet ihre Erfüllung in Erkenntnis«). Man muss verstehen, was man nicht ist, um zu suchen, wer man eigentlich ist.

Dhyāna Yoga — Meditation

Dhyāna Yoga ist der Weg der Meditation. Die Bhagavad Gītā nennt das meditative Yoga einen Weg zur direkten Erfahrung dessen, wer wir sind. Diese Form des Yoga ist Teil des achtgliedrigen Pfades (Aṣṭāṅga Yoga), den Patañjali beschreibt, und lenkt die eigene Wahrnehmung systematisch nach innen, bis die Bewegungen des Geistes zur Ruhe kommen und unser wahres Sein sichtbar wird. Von allen Yoga-Wegen erscheint dhyāna yoga als der anspruchsvollste, da er oft mit dem Rückzug aus der Welt verbunden ist.

Karma Yoga — Handeln

Karma Yoga ist der Weg des selbstlosen Handelns — handeln, ohne Erwartung eines bestimmten Ergebnisses. Handeln als Ausdruck unserer Pflicht (dharma) statt als Werkzeug des Ego — die Identität, für die wir uns halten. Karma Yoga bedeutet nicht, das Handeln aufzugeben, sondern die Erwartung an sein Ergebnis.

Bhakti Yoga — Hingabe

Bhakti Yoga ist der Weg der Hingabe — die Identifikation mit dem Ego auflösen, indem man sich etwas Höherem hingibt. Die Bhagavad Gītā ist die zentrale Schrift für bhakti und stellt die Hingabe als den Weg dar, sich dem Göttlichen zu nähern.

Dieser Vortrag ist in Vorbereitung. Wenn du erfahren möchtest, wann und wo er stattfindet — bleib auf dem Laufenden.

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Vorträge & Workshops
Nächster Termin · März 2027

Nahtoderfahrungen aus der Perspektive der vedischen Philosophie

Tagung »Nahtoderfahrungen und das Bewusstsein der Alleinheit« · Benediktushof, Holzkirchen

Was Menschen an der Schwelle des Todes berichten — und was jahrtausendealte vedische Texte auffallend ähnlich beschreiben. Eine Spurensuche, auf der Suche nach Antworten.

Zur Tagung →

Weitere Termine in Vorbereitung.

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